Die Module des MEC Tübingen
Die Festlegungen für den Bau und Betrieb der Module des MEC Tübingen orientieren sich an den Normen des FREMO. Nachfolgend sollen die wichtigsten Punkte erläutert werden.
Modulabmessungen
Die Stirnseiten der Modulkästen haben eine Breite von 50cm und ein Profil gemäß dem FREMO-Profil E90, das eine ebene Geländeform nachbildet (Bild 1).
Da dieses Profil symmetrisch ist, können die Module auch seitenverkehrt in ein Arrangement eingebaut werden, was insbesondere bei Bogenmodulen vorteilhaft ist. Von den Bohrungen und der Gleislage her paßt dieses Kopfstück mit dem ein symmetrischen FREMO-System Profil B88 zusammen, dass eine geneigte Geländeform darstellt.
Im Gegensatz zur FREMO-Norm liegt die Höhe der Schienenoberkante bei 1,10 m über dem Fußboden. Dadurch passen auch die im Clubraum vorhandenen Metalluntergestelle.
Die Verbindung der Modulteile erfolgt mit jeweils 3 Sechskantschrauben 10mm Durchmesser in Löchern mit 12mm Durchmesser. Dadurch ist ein geringes Spiel zum Ausgleich von Ungenauigkeiten beim Gleisübergang möglich.
Für die Länge eines Modulkastens wird als Standard 80cm empfohlen, da er bei dieser Größe noch gut zu transportieren ist.
Elektrische Schaltung
Jedes Streckenmodul erhält eine durchgehende zweipolige Stromleitung (Fahrleitung) und eine zusätzlich zweipolige Blindleitung, die zur Stromübertragung zum Nachbarbahnhof bei Z-Schaltung dient. Die Kabel sollten zur Vermeidung von Spannungsabfällen mindestens einen Querschnitt von 0,75 mm aufweisen.
Folgende Kabelfarben sind zu verwenden:
- Fahrleitung vordere Schiene: rot
- Fahrleitung hintere Schiene: schwarz
- Fahrleitung vordere Schiene: gelb
- Fahrleitung hintere Schiene: blau
Damit jedes Modul auch als Trennstelle verwendet werden kann, erhält es eine zweipolige Gleistrennung. Jede Gleishälfte wird mit der Fahrleitung verbunden.
Damit bei Bedarf eine Trennstelle hergestellt werden kann, werden Fahrleitung und Blindleitung mittig mit einer zweipoligen Steckverbindung versehen. Bei einer Trennstelle werden Fahrleitung und Blindleitung über Kreuz miteinander verbunden. Dadurch kann der Fahrstrom von einem Bahnhof zum Nachbarbahnhof geleitet werden. Somit ist es möglich, einen Zug von einem zum anderen Bahnhof mit dem selben Fahrregler zu steuern. Eine detaillierte Beschreibung dieser Betriebsweise findet sich in der alba-Reihe "Modellbahn Praxis” - spezial, Modellbahn-Module bauen. Die Verbindung der Fahr- und Blindleitung am Modulübergang erfolgt mit 4mm Stecker und Buchsen, wobei die (vom Modul aus gesehen) Leitung für die linke Schiene jeweils den Stecker und die Leitung für die rechte Schiene die Buchse erhält. Somit können die Module ohne zusätzlich Verbindungsleitungen miteinander verbunden werden. Bei der Verwendung von Steckern mit Querloch können diese auch an Stelle der Buchsen verwendet werden.
Ausstattung
Als Gleisschotter findet das Material des belgischen Herstellers Jeweha-Modelbouw Verwendung, und zwar Kalksteinschotter Normal, Nr. 0222.
Nach dem Aufkleben mit dem Leim-Wasser-Gemisch kommt dieser Schotter in seiner Farbe dem auf der Ammertalbahn vorhandenen sehr nahe. Der Schotter wird vom Club als Sammelbestellung beschafft.
Diese Seite wurde am 16.12.2006 erstellt und zuletzt am 16.01.2007 geändert